Hillhouse Helensburgh

Helensburgh liegt in Schottland und wird „Helnsborow“ ausgesprochen.  Das Dorf liegt am Ausgang des Gare Loch nordwestlich von Glasgow. Und das „Hill House“ hat Charles Rennie Mackintosh zwischen 1902 und 1904 für einen Kunden gebaut. Dieses Foto ist von 1992. Die Hecke und den Baum gibt es nicht mehr. Und auch der Rest des Anblicks ist stark gefährdet. Mackintosh, der eigentlich nur technischer Zeichner gelernt hatte, hatte nämlich bei der Konstruktion des Hauses dem Design Vorrang vor der Bauphysik gegeben. Er verwendete als Putz innen und außen nämlich Portlandzement. Das war was Neues, Modernes. Her damit. 

Kleines Problem: der Putz ließ im schottischen Wetter Feuchtigkeit in die Mauer – aber nicht mehr hinaus. Nach mittlerweile mehr als hundert Jahren läuft der Bau Gefahr, sich innerhalb des Putzes aufzulösen, „wie eine Aspirintablette“ wie der Chef von „Historic Scotland“ Neil Oliver sagte. 

Nun wäre das normalerweise kein Problem, Entkernung, Putz runter, hat in Rocksdorf auch funktioniert. Nur ist der Putz im Inneren denkmalgeschützt. Und wenn man außen den Putz runtermacht trocknet das Mauerwerk auch nicht aus – sondern wird nur noch nässer. Nun sammelt Historic Scotland seit einem Jahr Spenden für ein abgefahrenes Projekt: Sie wollen über das komplette Haus eine Art Wintergarten drüberbauen und das Haus dann zehn Jahre austrocknen lassen. Denn wenn die Mauern zu schnell austrocknen, befürchtet man, dass die ganze Bude schlicht davonbröselt. 

Also wenn man das Hill House vor dem Jahr 2030 noch fotografieren will – jetzt. Die erste Million Pfund hat Historic Scotland schon zusammen….