Tschüss Facebook – Hello World.

Vor zwei Wochen habe ich meinen Facebook-Account gelöscht. #deletefacebook

Nachdem facebook sich ja immer zwei Wochen Bedenkzeit einräumt – falls man rückfällig wird – sollte der Account samt der „Seite“, die ich auch aufgesetzt hatte, am Montag endgültig im Datenorkus verschwinden.  Ich bin nun „Zwei Wochen ohne“. Und bin erstaunt, wieviel Zeit mir Facebook gestohlen hat. Werbung wegklicken, Gruppen ausprobieren, Newsfeed durchscrollen, sich gelegentlich über Dummfug aufregen – was das Zeit gekostet hat… Und das alles für die Illusion, in einem „sozialen Netzwerk“ zu sein.

In Wirklichkeit ist das eine selbstreferenzierende Blase.  Man unterhält sich mit Leuten, mit denen man sich sowieso unterhalten würde – und mit anderen Leuten, mit denen man sich niemals unterhalten würde. In beiden Fällen ist Facebook eigentlich überflüssig. Facebook hat längst mehr Schaden in der Volkswirtschaft verursacht, als Solitär und Minesweeper zusammengenommen.

Ja aber – die Reichweite!!!! Als Anbieter von Kursen und Büchern brauche ich doch Reichweite! Ja. Brauche ich. Ich müsste eigentlich „Reichweite bolzen“. Also alles was nicht bei drei auf dem Baum ist als „Freund“ adden.  Dumme Gewinnspiele anbieten. (Unter allen, die diese Seite liken verlose ich einen Sunsniper-Gurt…..) und am besten noch beim entsprechenden Dienstleister mal schnell 5000 Friends und 20.000 Likes ordern.  Reichweite aufbauen ist eine Vollzeitbeschäftigung. Wenn ich es dann geschafft habe, kann ich Seminare anbieten, wie ich Reichweite aufbaue. Aber zum Fotografieren und Bücher schreiben komme ich nicht mehr.

Ich mache es jetzt anders. Ich betreue meine eigenen Seiten. Stell da ab und zu was ein – wen’s interessiert, kann es sich ansehen, wen’s nicht interessiert, den stört’s nicht.  Ich schreibe unter fotografierer.com über Dinge, die mich bewegen, unter rocksdorf18.de über Dinge, die sich im Seminarhaus tun, unter pen-and-tell. blogspot.de über Dinge, die mit Olympus-Kameras zu tun haben.  Und für alle, die den Telegram-Messenger haben, gibt’s einen Kanal mit einem „Daily Pic“: t.me/fotografierer. Wer mich kontaktieren will, für den gibt’s Mail, Telegram oder die gute alte Schneckenpost.

That’s it, Suckerberg.

Und ich komme jetzt wieder zum Bücher schreiben.

 

 

Warum ich Models fotografiere(n lasse)

Bei meinen Kursen ist immer während einer gewissen Zeit ein Model dabei. Viele Leute sind davon etwas abgeschreckt – sie planen nicht in die Modelfotografie einzusteigen und fragen sich, warum sie sich jetzt auf einem Kurs, bei dem es um die Kamera gehen soll, mit einem Model auseinandersetzen sollen.

Ich verändere jetzt mal die Begriffe: Man setze oben statt „Model“ Mensch ein. Denn das sind die Frauen und Männer, die ich zu meinen Kursen dazu hole. In den allerwenigsten Fällen verdienen die ihre Brötchen mit dem vor der Kamera rumturnen. Das sind Erzieherinnen, Lehrerinnen, Fitnesstrainer, Schuhverkäuferinnen usw. Genau solche Menschen, die einem dann später in der eigenen Welt vor die Kamera laufen. Und die man dann, weil man doch so ne dolle Kamera hat, ablichten soll.

Und hier kommen die Frauen ins Spiel, die ich für meine Kurse engagiere. Sie helfen den Teilnehmern, den Einstieg in die Personenfotografie zu finden. Nicht mehr aus der Deckung heraus knipsen, sondern mit der Person reden, sie verstehen, das Licht und die Perspektive richtig wählen. Die Scheu abzubauen – und einfach zu zeigen, wie man so agiert, dass das „fotografiert werden“ nicht traumatisch ist, sondern beiden Seiten Spaß macht.

Die verbreitete Modelknipserei ist etwas völlig anderes. Da wird jemand dafür bezahlt, dass er da vorne posiert und die Bilder dienen dazu, zu zeigen, was für hübsche Mädels man vor die Linse kriegt. Fame abgreifen.  „Freies Posing“ ist auf meinen Kursen verboten.  Der übliche Ablauf „nach jedem Klick eine neue Pose“ – gibt’s bei mir nicht. Der Lerneffekt dieses „Vorturnens“ beim Fotografen ist nämlich gleich null.

Update fertig

Und wieder ist ein Update fertig – diesmal fürs Objektivbuch. Wer es schon hat, einfach ins Kundenkonto einloggen und Update saugen. Es sind die neuen Objektive drin und vor allem habe ich die interne Struktur umgestellt, so dass ich in Zukunft mit den Updates schneller sein kann.

Auf dem Cover: Sina in Rocksdorf.