Landleben

Nach meinem endgültigen Abschied von Facebook habe ich auf Telegramm einen Kanal aufgemacht, der derzeit vor allem Bilder zeigt. Schlicht weil es im Augenblick nicht viel zu berichten gibt, außer dass ich halt am Bücherschreiben bin. Aber das ist nichts Neues.

Da nun aber nur 200 Millionen Leute Telegram haben – und seit ein paar Wochen ein paar Millionen weniger – nämlich alle Russen (Telegram ist in Russland gesperrt, weil sie sich geweigert haben, dem russischen Geheimdienst einen Masterzugang zu geben.) werde ich die dort veröffentlichten Bilder und News auch hier spiegeln – und gelegentlich mit etwas längeren Texten garnieren. Und im Gegensatz zu Telegram gibt’s hier auch die Möglichkeit, zu kommentieren…

Tschüss Facebook – Hello World.

Vor zwei Wochen habe ich meinen Facebook-Account gelöscht. #deletefacebook

Nachdem facebook sich ja immer zwei Wochen Bedenkzeit einräumt – falls man rückfällig wird – sollte der Account samt der „Seite“, die ich auch aufgesetzt hatte, am Montag endgültig im Datenorkus verschwinden.  Ich bin nun „Zwei Wochen ohne“. Und bin erstaunt, wieviel Zeit mir Facebook gestohlen hat. Werbung wegklicken, Gruppen ausprobieren, Newsfeed durchscrollen, sich gelegentlich über Dummfug aufregen – was das Zeit gekostet hat… Und das alles für die Illusion, in einem „sozialen Netzwerk“ zu sein.

In Wirklichkeit ist das eine selbstreferenzierende Blase.  Man unterhält sich mit Leuten, mit denen man sich sowieso unterhalten würde – und mit anderen Leuten, mit denen man sich niemals unterhalten würde. In beiden Fällen ist Facebook eigentlich überflüssig. Facebook hat längst mehr Schaden in der Volkswirtschaft verursacht, als Solitär und Minesweeper zusammengenommen.

Ja aber – die Reichweite!!!! Als Anbieter von Kursen und Büchern brauche ich doch Reichweite! Ja. Brauche ich. Ich müsste eigentlich „Reichweite bolzen“. Also alles was nicht bei drei auf dem Baum ist als „Freund“ adden.  Dumme Gewinnspiele anbieten. (Unter allen, die diese Seite liken verlose ich einen Sunsniper-Gurt…..) und am besten noch beim entsprechenden Dienstleister mal schnell 5000 Friends und 20.000 Likes ordern.  Reichweite aufbauen ist eine Vollzeitbeschäftigung. Wenn ich es dann geschafft habe, kann ich Seminare anbieten, wie ich Reichweite aufbaue. Aber zum Fotografieren und Bücher schreiben komme ich nicht mehr.

Ich mache es jetzt anders. Ich betreue meine eigenen Seiten. Stell da ab und zu was ein – wen’s interessiert, kann es sich ansehen, wen’s nicht interessiert, den stört’s nicht.  Ich schreibe unter fotografierer.com über Dinge, die mich bewegen, unter rocksdorf18.de über Dinge, die sich im Seminarhaus tun, unter pen-and-tell. blogspot.de über Dinge, die mit Olympus-Kameras zu tun haben.  Und für alle, die den Telegram-Messenger haben, gibt’s einen Kanal mit einem „Daily Pic“: t.me/fotografierer. Wer mich kontaktieren will, für den gibt’s Mail, Telegram oder die gute alte Schneckenpost.

That’s it, Suckerberg.

Und ich komme jetzt wieder zum Bücher schreiben.